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Jahreslosung 2018


Jahreslosung 2018 1

 

Geflüchtet - und angekommen ?

 

In der Osterkirche im Wedding begegneten sich am 25. November Flüchtlingsinitiativen, geflüchtete Menschen und Kiezbewohner

Von Sibylle Sterzik

Zögernd betreten Leute die Osterkirche. Suchend sehen sich um, mancher entdeckt nach kurzer Zeit Bekannte, geht auf sie zu. Viele, die sonst nicht in der Kirche sind, haben sich am 25. November aufgemacht zur Veranstaltung „Flucht - und Ankommen?“ Dazu lud die Evangelische Osterkirche gemeinsam mit dem Verein „Offene Tür“ und dem Sufi-Zentrum Rabbaniyya Berlin ein, das für einen liberalen Islam und interreligiösen Dialog steht. Es ist die dritte Veranstaltung dieser Art, bei der sich Christen und Muslime, Einheimische aus Initiativen für Flüchtlinge und Geflüchtete in der Sprengelkiezkirche treffen.
Ein Syrer in der Küche, eine Afrikaner am Herd
Aus der Kirchenküche quillt Dunst in die Kirche. Es riecht nach Öl und Fettgebäck. Assieto aus Hohenschönhausen steht am Herd und zaubert Eierkuchen. Ein Mann steckt den Kopf in die Tür und fragt: „Ich bin Koch, kann ich helfen?“ Assieto zeigt ihm, womit er die Eierkuchen bestreichen kann. Während die Schokocreme auf die Kuchen streicht, erzählt er von sich. Masen heißt er. Vor 2 Jahren kam er aus Syrien nach Deutschland. Siemen Dallmann, der Gemeindekirchenratsvorsitzende, lädt ihn zur Lebensmittelausgabe von Laib&Seele ein. "Woher kommst du?", fragt Masen Assieto. Wenn sie gerade nicht am Herd steht, berät die sympathische Frau, die aus Ungarn hierher kam und Muslima ist, ehrenamtlich Flüchtlinge.

„Furcht ist nicht in der Liebe…“



Predigt von Superintendent Martin Kirchner
am 1. Sonntag nach Trinitatis, 29. 5. 2016,
in der Osterkirchengemeinde

über 1. Johannes 4, 17-21

17 Darin ist die Liebe bei uns vollkommen, dass wir Zuversicht haben am Tag des Gerichts; denn wie er ist, so sind auch wir in dieser Welt.
18 Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus; denn die Furcht rechnet mit Strafe. Wer sich aber fürchtet, der ist nicht vollkommen in der Liebe.
19 Lasst uns lieben, denn er hat uns zuerst geliebt.
20 Wenn jemand spricht: Ich liebe Gott, und hasst seinen Bruder, der ist ein Lügner. Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, der kann nicht Gott lieben, den er nicht sieht.
21 Und dies Gebot haben wir von ihm, dass, wer Gott liebt, dass der auch seinen Bruder liebe. 

Liebe Gemeinde!

Es sind die Kennenlerngeschichten, die immer wieder neu faszinieren; ich meine diese Geschichten, in denen sich zwei Menschen begegnen, miteinander vertraut werden und nicht mehr voneinander lassen wollen.
Es faszinieren diese Geschichten, wo immer wir auf sie stoßen:
     im Theater (Romeo und Julia)
     in der Musik (Wie schön du bist …)
     im Kino (Scarlett O’Hara)
     in der Literatur
     in der Bibel (Der verlorene Sohn)
     im richtigen Leben …
… irgendeine solche tiefe Begegnungs-/Kennenlerngeschichte trägt hoffentlich ein jeder/eine jede in sich, die Erinnerung, wie schön es war – wie besonders.
Dabei handelt es sich genaugenommen um eine höchst gefährliche Situation!
Denn das Geheimnis solcher Geschichten ist: einer liefert sich der Andern aus – Eine ver-lässt-sich auf den Andern.
Das ist wirklich Liebe „Wenn das liebende Ich ganz dem geliebten Du gehören möchte und umgekehrt“ (Martin Buber).
Eine höchst gefährlich Situation: zu vertrauen – sich auszuliefern – sich auf den Andern ver-lassen.

13. lebendiger Adventskalender, Tage der offenen Tür


Liebe Nachbarinnen und Nachbarn im Sprengelkiez!

Auch in diesem Jahr öffnet sich im Dezember, jeden Tag irgendwo in unserem Kiez mindestens eine Tür – und Sie sind herzlich eingeladen, einzutreten und sich überraschen zu lassen.

Wir werden ins Gespräch kommen, einige unserer Nachbarinnen und Nachbarn kennen lernen, vielleicht sogar neue Freunde gewinnen.

Machen Sie sich auf den Weg! Wir sind gespannt, wer von Ihnen sich auf das „Abenteuer Nachbarschaft" einlassen wird!

Ihnen allen wünschen wir viele anregende und bereichernde Begegnungen im eigenen Kiez, hinter den mannigfaltigen Türen des „Lebendigen Kalenders".

Das Programm für 2015 gibt es im Internet unter: lebendiger-adventskalender

In der Osterkirche und im Nachbarschaftsladen und im QM Büro liegen wieder die Programm-Flyer aus.

Viel Spaß wünschen Euch Klaus und Siemen

www.lebendiger-adventskalender-online.de

Osterkirchen in Deutschland und Europa

 

Eine Rundreise von Osterkirche zu Osterkirche

Osterkirche Berlin Reisen bildet. Reisen weitet den Horizont. Wer reist, bewegt sich. Reisende steuern neue Ziele an. Wie wäre es also damit, von der Osterkirche in Berlin-Wedding, im dortigen bunten "Sprengelkiez", aufzubrechen und andere Osterkirchen in Deutschland zu besuchen? Und dann darüber hinaus auch zu sehen, wo in Europa es vielleicht noch andere Osterkirchen gibt? Eine gute Idee? Also los, machen wir uns auf den Weg - zuerst im Internet, und schauen nach, wo es Osterkirchen und Osterkirchengemeinden gibt. Sie werden staunen...

 

Warum feiern wir Ostern?

 

Nicht jeder weiß, worum es beim Osterfest geht.

Die Agentur dapd hat in Berlin Menschen auf der Straße gefragt, worum es beim Osterfest geht. Warum feiern wir Ostern? Nicht jeder wusste die Antwort.

Aber an einer Stelle konnte - und kann - eine schlüssige Antwort erwartet werden: In der Osterkirche in Berlin-Wedding, Samoastraße 14. Dazu gibt es bei Youtube nun ein kleines Video - hier der Link.

Etwas ausführlicher fällt eine Antwort auf die Frage "Was feiern wir Ostern?" aus. Diesen Beitrag kann man hier als Text nachlesen.

 

Reformation und Toleranz

 

Das Jahresthema 2013 der EKD

In der Dekade, die auf das große Reformationsjubiläum 2017 hinführt, steht in jedem Jahr ein anderes Thema im Mittelpunkt, das sich mit den Fragen und Entwicklungen von Theologie und Kirche seit der Reformationszeit beschäftigt. Für 2013 wurde ein Thema gewählt, das in vielerlei Hinsicht eine große Herausforderung für uns darstellt: Reformation und Toleranz.

Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist.

 

Einladung zum Putzen der Stolpersteine in unserem Kiez
am 9. November nach dem Gottesdienst

Am 9.11.1938 steckte die Mehrheit der deutschen Bevölkerung über 1400 Synagogen in Brand, zerstörte unzählige jüdische Friedhöfe und über 400 Menschen wurden ermordet oder in den Selbstmord getrieben. Am folgenden Tag wurden über 10000 Jüd*innen in Konzentrationslager deportiert, um später ermordet zu werden. Der Schritt von der politischen und alltäglichen Diskriminierung und Schikane zur systematischen Verfolgung war getan.

Die Kirchenleitungen schwiegen zur Verfolgung der Jüd*innen, genauso wie zur Verfolgung von Sinti und Roma und Homosexuellen. Nur einzelne Christ*innen protestierten und wurden dabei von Kirchenleitung und der Mehrheit der Christ*innen im Stich gelassen.

Stolperstein Nordufer 14Der Künstler Gunter Demnig verlegt seit Jahren Stolpersteine an den ehemaligen Wohnorten von deportierten Jüd*inne, Homosexuellen, Roma und Menschen mit Behinderung. Diese Orte erinnern uns an das Fehlen dieser Menschen in unserer Nachbarschaft, in unserer Gesellschaft.

Wir möchten, wie im letzten Jahr, die Stolpersteine in unserem Kiez aufsuchen, der Menschen gedenken, innehalten und die Stolpersteine putzen, damit sie wieder glänzen und uns stolpern lassen.

Herzliche Einladung an Sie sich daran zu beteiligen, gemeinsam zu gehen, zu putzen, zu erinnern. Wir treffen uns am 9. November im Anschluss an den Gottesdienst. Das Putzen der Stolpersteine wird etwa eine Stunde dauern.